Dark and Deep Teil 2 (Cthulhu) – SIA Kampagne Teil 4

Auf der Suche nach der verschwundenen Samantha sind die Ermittler auf einen möglichen Kult von Dagon und ein Tiefes Wesen gestoßen. Und die wollen natürlich nicht gestört werden. Die Lage spitzt sich drastisch zu, als sich auch noch eine Biker-Gang einmischt.

Charaktere (anwesend)

Samantha „Maine“: Eine junge Sportstudentin, deren Großvater in seltsame Ereignisse um Innsmouth und die Erweckung Nyarlathoteps verstrickt war. Sie will wissen, ob er verrückt war oder in seinen Geschichten doch ein Funken Wahrheit steckt.

Kyle „Miami“: Gutaussehender Business-Student. Mehr oder weniger erfolgreich auf Youtube mit seinem „Haunted House“ Geisterjäger-Kanal. Hat angeblich schon ein paar paranormale Erfahrungen gemacht, aber noch nie etwas Greifbares gesehen.

Randall „Cleveland“: Ein Polizist, der eine morbide Vorliebe für okkulte Fälle hat: Ritualmorde, kultische Entführung, Serienmörder, … Er ist zudem ziemlich altmodisch, Internet und solche Sachen sind nichts für ihn.

Charaktere (Nicht anwesend)

Clark „Vermont“: Extrem unattraktiver Bibliothekar an einer Universität. Betreibt Bitcoin-Handel und ist im Darknet auf etliche, merkwürdige Vorfälle gestoßen, die man sich nicht mit normaler Logik erklären kann. Darüber will er mehr wissen.

Nick „Manhatten“: Besitzer einer exklusiven Bar. Hat von seinen Kunden immer mal wieder seltsame Geschichten gehört, bis ihm jemand von der SIA etwas Echtes gezeigt hat. Seitdem ist er Feuer und Flamme für das Übernatürliche.

Randall „Salem“: Versicherungsmakler, der angeblich Geister sehen und mit ihnen sprechen kann. Verkauft Versicherungen gegen alles Übernatürliche von UFOs bis hin zu Zombies. Fühlt sich verantwortlich für das Verschwinden seines Verwandten.

Johnny „Knoxville“: Leadsänger einer mäßig bekannten Death-Metal-Band, welche durchs Land tourt. Gläubiger Asatru, der seine Teilnahme an SIA-Aufträgen als Reise zur Erleuchtung ansieht. Er glaubt stark daran, dass es das Übernatürliche gibt.

Die Geschichte

Ein neuer Ermittler

Völlig erschrocken von den beiden potentiellen Gefahren, versucht Miami noch, auszuweichen, reißt dabei jedoch das Steuer herum und fährt gegen eine niedrige Steinmauer. Die Biker fahren höhnend an ihnen vorbei und das Tiefe Wesen scheint sich zurückgezogen zu haben. Das hier war eine Drohung, keine Frage. Der Aufprall hat die drei Ermittler ordentlich durchgeschüttelt und Vermont scheint eine Gehirnerschütterung zu haben.

Einer der Anwohner ruft schnell einen Krankenwagen und während man auf diesen wartet, erhält Maine einen Anruf von einem anderen SIA Mitglied. Der Mann stellt sich als Cleveland vor und erklärt, er sei gerade gelandet und auf dem Weg in die Stadt. Maine ist ein wenig schockiert, hatten sie doch kürzlich noch darum gebeten, dass niemand anders hergeschickt wird. Leider war im Flugzeug kein Empfang, sodass Cleveland das Memo nicht bekommen hat. Nun gut, man trifft sich vor dem Krankenhaus, in dem Vermont nun erst einmal behandelt wird. Die anderen beiden sind mit leichten Kratzern und dem Schrecken davongekommen. Bei der Polizei geben sie an, die Biker hätten sie von der Straße abgedrängt, eine Geschichte, die ihnen nur zu gerne geglaubt wird.

Dann treffen sich Maine und Miami mit Cleveland in dessen Wagen und berichten ihm vom aktuellen Stand der Ermittlungen. Der Polizist ist erst einmal skeptisch gegenüber der Aussage, man habe es hier mit einem Tiefen Wesen zu tun und da die beiden auch keine Beweise dafür haben, tut er es erstmal ab. Glenda wird schon nur eine hässliche, alte Frau sein, nicht mehr. Das Video über den Mord am Strand dagegen findet er äußerst faszinierend, was die anderen beiden ziemlich verstört.

Doug West

Als nächstes fährt man zu Doug West, dem Freund der verschwundenen Samantha. Er ist zunächst ebenso erstaunt wie Samanthas Mutter, dass gleich drei Ermittler kostenlose Nachforschungen anstellen. Viel Neues kann er jedoch nicht berichten, außer, dass seine Freundin früher heftige Drogenprobleme hatte und sie sich in einer Entzugsklinik kennengelernt haben, wo er als Hausmeister gearbeitet hat. Ihr Hauptdealer war ein gewisser Walt oder eben einer seiner Mittelsmänner, die man häufig am Strand finden kann.

Dann berichtet er auch noch von dem Filmdreh, der vor drei Monaten stattgefunden hat. Die Gruppe wird hellhörig. Anscheinend haben ein paar stadtbekannte Filmnerds Samantha spontan eine Rolle in ihrem Kurzfilm angeboten. 200 Dollar oder sogar 400, wenn sie ihre Brüste zeigt. Da die junge Frau damit kein Problem hatte, sind es dann die 400 geworden. Doug war sogar beim Dreh dabei. Er lobt die Requisiten und die hervorragenden Effekte wie beispielsweise das heraushängende Auge. Für die Ermittler bricht in diesem Gespräch fast eine Welt zusammen: Das Video ist also wirklich nur ein Fake und Samantha war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Warum ist sie aber dann verschwunden? Ist sie möglicherweise doch rückfällig geworden?

Ab zum Kino

Die Ermittler fahren ins Einkaufszentrum, wo sich ein Computerladen befindet, in dem Lucas und Logan arbeiten – die Brüder, die zusammen mit Freundin Jenny Abyssal End Productions bilden. Leider ist derzeit niemand von ihnen da, da sie heute ihre „Freitag der 13.“ Nacht feiern. Man fährt also zum Kino, wo heute ein großes Special läuft und hofft, die beiden dort anzutreffen.

Es dauert noch eine Weile, bis der Film beginnen würde. Während sie noch im Foyer warten, schaut Glenda von draußen herein und tippt sich auf den Arm, als würde sie auf eine Uhr zeigen. Dann schlendert sie weiter. Kurz darauf tritt ein Mann, der als Jason verkleidet ist, herein. Er spricht nicht und baut sich bedrohend nacheinander vor den Ermittlern auf. Als Maine ihn berührt, um ihm die Maske abzuziehen, wird sein leerer Blick wieder klar und er kann sich nicht an die letzten Minuten erinnern. Maine und Miami sind sich sicher, dass Glenda ihn mit einem Zauber belegt hat, um ihnen Angst zu machen und sie zu verjagen. Cleveland glaubt eher an Drogen und Alkohol.

Da sie doch noch etwas Zeit haben, gehen sie noch einmal an den Strand und treffen dort einen heruntergekommenen, alkoholisierten Drogendealer, von dem sie Walts Adresse erfahren.

Walt

Cleveland lässt erst einmal Maine und Miami vorgehen, als sie beim Haus des Drogendealers ankommen. Ihnen öffnet jedoch jemand anders, ein muskelbepackter Kerl, der zunächst nachfragt, was die beiden von Walt wollen. Sie erklären, sie würden ihn gerne zu Samantha befragen. Er geht kurz wieder rein, spricht mit jemandem und erklärt dann, dass Walt nicht zuhause sei.

Danach zeigt Cleveland, wie man es richtig macht: Er ruft an und tut so, als wäre er süchtig und bräuchte dringend Stoff. So bekommt er einen Termin. Die beiden Jungspunde lädt er solange beim Kino ab, wo sich mittlerweile einige Biker versammelt haben. Von Lucas und Logan ist jedoch nichts zu sehen. So sitzen sie die Filme ab und ärgern sich über die johlenden und mit Popcorn werfenden Rowdies.

Cleveland kommt zur vereinbarten Zeit wieder bei Walt an und wird eingelassen. Der Dealer sitzt vor dem Fernseher und zockt GTA. Er wirkt abwesend, doch der Ermittler lockt ihn schnell aus der Reserve: Er behauptet, der Dealer am Strand würde herumerzählen, dass Walt mit Samantha abhängen würde. Dann hakt er nach, wo die Frau ist. Walt will zunächst nicht damit herausrücken, bis Cleve ihm entlocken kann, dass sie rückfällig geworden sei. Vor 5 Wochen war sie da. In diesem Moment rastet Cleveland aus: „Ich bin hergekommen, weil ich dachte, dass hier ein Serienmörder Frauen abschlachtet und jetzt erzählst du mir, das Mädel ist an ner Überdosis krepiert? Okay, wo hast du ihre Leiche versteckt?“ Walts Bodyguard ist erstaunt und hakt ebenfalls nach, ob das stimmt. Zunächst versucht der Dealer, die Schuld von sich zu weisen, doch der Druck der beiden Männer macht ihm zu schaffen und schließlich gesteht er, ja, sie habe sich zu sehr abgeschossen und sei unglücklich gestürzt. Er habe die Leiche im Hafen nahe des Leuchtturms versenkt.

Das Nachspiel

Kurz darauf geht ein anonymer Anruf bei der Polizei ein: Ein Taucher habe in der Nähe des Leuchtturms etwas gefunden, was wie eine menschliche Leiche aussehe. Gleich am nächsten Morgen ist der gesamte Strand abgesperrt und Schaulustige tummeln sich dort. Es gibt haufenweise Gerüchte und niemand weiß, was wirklich los ist.

Während Cleveland darauf wartet, dass die Leiche geborgen wird, machen sich Maine und Miami auf den Weg zum Computerladen, um mehr über Abyssal End Productions herauszufinden. Tatsächlich sind die beiden Brüder dort und freuen sich riesig darüber, dass „Fans“ sie ausfindig gemacht haben. Jenny ist ebenfalls da und präsentiert stolz ein paar der Requisiten, die sie für den nächsten Film nutzen wollen, unter anderem einen gewaltigen Alien-Phallus mit jeder Menge Glibber dran. Die beiden Jungs sind anscheinend große Lovecraft-Fans und finden dessen Monster sehr interessant. An Dinge wie den Orden von Dagon glauben sie jedoch nicht.

Die beiden Ermittler wissen nicht recht, wie sie die drei davon abbringen sollen, weitere Filme in dieser Richtung zu drehen. Immerhin werden sie so den Zorn des Orden auf sich ziehen und die werden sie wohl kaum am Leben lassen. Man einigt sich darauf, sie regelmäßig im Netz zu terrorisieren und ihnen Angst einzujagen. Doch ob das helfen wird… Die Jungs sind leider übermäßig enthusiastisch, beim älteren grenzt es schon an Arroganz.

Am Strand wird das Wetter zunehmend schlechter und Cleveland beobachtet einige Individuen, welche synchron irgendetwas vor sich hinmurmeln. Er stört einen von ihnen und versucht, ihn in ein Gespräch zu verwickeln, woraufhin sich Glenda um ihn kümmert. Sie tritt immer näher auf ihn zu und droht ihm, doch der Polizist lässt sich nicht einschüchtern, auch wenn er kurz davor ist, sich durch ihren Gestank zu übergeben. Kurz spürt er eine Kälte in sich aufsteigen, als sie versucht, ihn zu verzaubern, doch er kann dem widerstehen, was sie erstaunt. „Du bist wohl ein ganz harter Hund“, zischt sie. Er versichert ihr, dass er nur sehen will, dass die richtige Leiche geborgen wird, dann werden die Ermittler den Orden in Ruhe lassen. Glenda ist äußerst verstimmt, doch hier in der Öffentlichkeit kann sie wenig ausrichten, wie es scheint. Schließlich zieht sie sich zurück und man findet Samanthas Leiche. Die Polizei erhält noch einen weiteren Anruf, der Walt mit ihrem Tod in Verbindung bringt, dann verschwinden die drei SIA Mitglieder schleunigst. Vielleicht wird irgendwann ein anderer Ermittler in der Stadt abgestellt, um den Orden im Auge zu behalten. Und wer weiß, ob Logan, Lucas und Jenny die nächste Zeit überstehen werden, falls sie noch weitere Filme drehen…

Fazit

Nach all den Ermittlungen und Fehltritten im ersten Part kam die Lösung hier doch recht überraschend. Natürlich war Drogenmissbrauch schon vorher eine Möglichkeit, gerade nach dem, was Samanthas Mutter über ihre Vergangenheit erzählt hat, doch zu jenem Zeitpunkt hielten unsere Ermittler das Video ja auch noch für echt. Das war eine ziemliche Enttäuschung für die SC, festzustellen, dass es lediglich ein guter Fake war.

Insgesamt hat das Szenario aber Spaß gemacht, weil es die Paranoia der Charaktere massiv geschürt hat. An jeder Ecke haben sie ein Kultmitglied vermutet und wir haben einige dumme Verschwörungstheorien gesponnen, denen wir aber nicht weiter nachgehen konnten. Die SC waren sehr froh, lebend aus der Stadt zu entkommen.

Das Szenario stammt übrigens erneut aus dem Stygian Fox Band Occam’s Razor.

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