The Evil Gun (Cthulhu)

Ein Fremder erscheint in einer kleinen Stadt im Wilden Westen. Die Einwohner sind zunächst skeptisch, dann passieren immer mehr schlimme Dinge. Am Ende ist klar: Der Fremde muss weg! Doch wie tötet man einen Unverwundbaren?

Die Charaktere

Karl Mowden: Schmied

Marly Hopkins: Sängerin

Lorne White: Ranchbesitzer

Frank Beard: Umherreisender Kopfgeldjäger

Die Geschichte

Es ist ein Fremder in der Stadt

Das Kino ist voller Zuschauer, die begierig auf den neuen Western Horrorfilm warten. In der Vorschau werden verschiedene andere Gruselfilme angepriesen. Das Chateau of Blood: In schneller Schnittfolge werden ein altes Schloss, Wölfe, eine schreiende Frau und sich in einem Raum verbarrikadierende Männer gezeigt. Alive and Kicking: Zwei Männer bei Nacht, Trenchcoat und Hut verbergen die Gesichter, sie rauchen und unterhalten sich über einen „Unfall“ – Cut zu einem Fußballspiel – Lobpreisungen durch Kritiker. Simply Red: Eine schreiende Frau, Blut bespritzt ihr Gesicht, sie schreit mehr, ihre Schreie gehen ineinander über, das Blut verläuft zum Titel des Films. Das Publikum ist begeistert von den Teasern, doch nun beginnt der eigentliche Film: The Evil Gun.

Arizona, 1870er. Es ist Abend im Städtchen Yellow Flats, als ein Fremder mit seinem Pferd am Trog Rast macht und seinen Durst stillt. Er hat ein Gewehr dabei, seine Pistole, seine Kleider sind alt und abgetragen, doch es gibt Gerüchte über ihn. Er ist gefährlich. 2 Männer, bekannte Rowdies, nähern sich ihm. Sie fordern Geld dafür, dass er Wasser getrunken hat. Das sei sein Gastrecht, meint der Fremde, doch die Rowdies bedrängen ihn weiter, werden verärgerter. Schließlich ziehen beide ihre Pistolen und schießen auf ihn. Eine Kugel scheint den Fremden zu treffen, doch er zuckt nicht einmal zusammen. Kurz darauf liegen die beiden Angreifer tot am Boden. Unbekümmert zieht der Fremde weiter in den Saloon, wo er sich direkt an die Bar setzt. Neben Frank.

Die Leute im Saloon sind ein wenig unruhig, immerhin haben sie Schüsse gehört und kennen den Kerl nicht. Marly stimmt ein neues Lied an, um die Gemüter zu beruhigen, während Frank kurz nachfragt, was los war. Er bekommt eine knappe Antwort, mit der er sich zufriedengibt. Die anderen haben immerhin angefangen. Der Fremde kippt einen Drink nach dem nächsten runter und zahlt jedes Mal sofort. Scheinbar ein anständiger Kerl. Der Sheriff kommt herein und befragt den Fremden ebenfalls. Da der sich offensichtlich wirklich nur verteidigt hat, lässt er die Sache gut sein, erklärt aber, dass er den Neuen im Auge behalten wird. Der zieht schließlich davon und nimmt sich ein Zimmer im Hotel gegenüber.

Eine Nacht voll Schrecken

Die Nacht bricht herein und manch einer wird von einem mysteriösen Pfeifen geweckt, dessen Quelle man jedoch nicht ausmachen kann. Zwei Gestalten schleichen durch die Dunkelheit. Kurz darauf ertönt ein Schuss. Sofort ist jedermann hellwach, viele der Männer sehen nach dem Rechten und entdecken mit Schrecken, dass der Sheriff erschossen wurde. Die Spuren einer weiteren Person führen nach Norden in die Wüste.

Natürlich fällt der Verdacht sofort auf den Fremden und eine Meute geht nachsehen. Der Portier beteuert, der Mann habe sein Zimmer nicht verlassen und auch im direkten Gespräch wirkt der Mann unschuldig. Frank verfolgt unterdessen die Spuren zu ihrem Ursprungsort zurück, während sich im Saloon Gerüchte über einen Banküberfall und weitere Tote verbreiten. Die Spuren kommen aus dem Haus des Arztes, den Frank niedergeschlagen, aber lebendig vorfindet. Der Mann weiß nicht, wer ihn angegriffen hat, es gibt aber auch keine Einbruchsspuren und die Leichen der beiden toten Rowdies fehlen. Er wollte sie am Folgetag obduzieren, hatte zuvor noch festgestellt, dass sie mit Silberkugeln erschossen worden waren. Frank folgt den Spuren wieder zurück zum Tatort und stellt fest, dass eine Person nach Norden und eine nach Westen gegangen ist. Ein Suchtrupp bricht auf, doch in der Nacht verliert man die Spuren schnell wieder.

War es vielleicht die McGoohan Gang, die die Leichen gestohlen hat? Oder ist die Gang sogar mit dem Fremden befreundet? Wie dem auch sei, Frank teilt den Männern mit, dass der Fremde offensichtlich Silberkugeln verschießt und der Arzt sieht sich den Sheriff gleich vor Ort an. Auch dieser wurde von einer Silberkugel niedergestreckt und seine eigene Pistole wurde entwendet.

Banküberfall

Am nächsten Morgen fragt Frank bei der Lehrerin des Ortes nach der Bedeutung von Silber. Diese weiß allerdings nur wenig, beispielsweise, dass man glaubt, dass bestimmte Wesen wie Vampire und Werwölfe getötet werden können, auch steht Silber für Reinheit. Der Kopfgeldjäger hat einen bösen Verdacht, behält diesen aber vorerst für sich.

Lorne ist mit zweien seiner Arbeiter in der Stadt, um zur Bank zu gehen, als diese von der McGoohan Gang überfallen wird. Mehrere von denen haben sich bereits Zutritt verschafft und verängstigen die Bürger und Arbeiter im Inneren, während sich draußen bereits eine Schießerei anbahnt. Frank, Lorne und der Hilfsscheriff verschanzen sich im Gebäude nebenan und schießen einige der Banditen über den Haufen. Karl bezieht in der Nähe Stellung, nachdem er dem Kugelhagel draußen entkommen konnte. Schließlich stellt sich der Fremde den Angreifern in den Weg und schießt diese zielsicher über den Haufen. Er selbst wird ebenfalls getroffen, man sieht ihm jedoch nichts an. Er hat keine Wunden und zeigt wie immer keine Regung. Leider hat ein Querschläger den Hilfsscheriff erledigt und nun nimmt sich der Fremde einfach dessen Stern und erklärt sich selbst zum neuen Sheriff. Als die anderen Männer Sorge äußern, dass die toten Banditen wieder auferstehen könnten, meint der Fremde nur, dass er sich darum kümmern würde, dass dies nicht passiert.

Als der neue Sheriff abgezogen ist, warnt Frank, dass etwas Schlimmes passieren wird und erklärt, man solle sich bereitmachen, die Stadt zu verlassen. Dann begibt er sich zum Waffenschmied und gibt Silberkugeln in Auftrag. Lorne dagegen beschließt, die Situation zu beobachten und sich mit dem Fremden halbwegs gut zu stellen, um vielleicht mehr über dessen Beweggründe herauszufinden. Karl macht sich zwar seine eigenen Gedanken, geht aber erst einmal weiter seinem Handwerk nach und sieht abends im Saloon mit an, wie der Sheriff einen Mann erschießt, der dessen Autorität anzweifelt.

Ein totes Pferd reiten

Etwas später kommt es zu Unruhen in der Bevölkerung. Die Leute haben ein totes Pferd herumstehen sehen. Der Sheriff zuckt nur mit den Schultern, das sei seins, man solle es in Ruhe lassen. Natürlich gehen einige Leute hin, um sich das genauer anzusehen. Und tatsächlich, das Tier wirkt teilweise halbverwest, man sieht Knochen und Sehnen unter madenzerfressenem Fleisch. Und doch steht es da, als wäre es am Leben. Frank schießt dem untoten Tier in den Kopf – nichts passiert, außer, dass ihm nun ein Teil vom Gehirn fehlt. Aufgeregt gehen Frank und Lorne den Pfarrer holen, der dies als dämonisches Treiben deutet. Gemeinsam kreuzen sie beim Sheriff auf, der den Pfarrer in eine der Zellen beordert, nachdem dieser sich zu sehr aufgeregt hat.

Frank geht daraufhin mitten in der Nacht zum Waffenschmied und verlangt die Silberkugeln sofort, doch der Schmied knallt ihm nur die Tür vor der Nase zu. Daraufhin verlässt der Kopfgeldjäger die Stadt schleunigst.

Whiskey ins Feuer gießen

Am nächsten Tag geht es hoch her in Yellow Flats. Der Fremde geht in jedes Haus, sieht sich dort ungefragt um, antwortet niemandem und nimmt alles an Alkohol mit, was er findet. Sein unstillbarer Durst treibt ihn an. Er versucht es auch bei Karl, doch dieser stellt sich ihm in den Weg. Der Sheriff starrt ihn daraufhin an und seine Augen scheinen zu glühen, doch das beeindruckt Frank wenig. Daraufhin verlässt der Fremde ohne ein weiteres Wort dessen Haus. Lorne musste feststellen, dass seine widerholten Versuche, mehr herauszufinden, nichts gebracht haben und nun erschießt der Sheriff auf offener Straße Menschen und bestiehlt sie. Er begibt sich selber zum Waffenschmied und kauft diesem die Silberkugeln ab. Zeitgleich hat auch Karl all sein Silber zusammengesucht und daraus eine Art Messerspitze geschmiedet.

Als sich ein Dieb an der Leiche eines gerade vom Sheriff Erschossenen zu schaffen macht, ruft Karl den „Ordnungshüter“ direkt wieder dazu. Und während dieser den Leichenfledderer hinrichtet, begibt sich Karl hinter den Fremden und sticht ihm in den Rücken. Aus Richtung der Bank hört man Schreie, dass Tote wiederaufstehen würden. Aus der Wunde des Sheriffs tritt das erste Mal Blut!

Lorne wollte sich eigentlich mit ein paar seiner Männer einen Plan machen, um den Fremden in der Nacht zu überwältigen, doch als er die Schreie hört, bricht er sofort auf. Er sieht, wie Karl ihn fest umklammert hält und die Silberspitze mit seinem Oberkörper weiter in dessen Rücken drückt. Der Sheriff versucht sich zu befreien und will auch auf Lorne schießen, als dieser angerannt kommt, doch Karl hält ihn zu gut fest. Lorne geht auf Nummer sicher und setzt die Pistole so dicht wie möglich an. Der Schuss bläst ein schönes Loch ins Gehirn des Scheriffs, der daraufhin reglos zu Boden sinkt. Die Untoten, die sich gerade ihren Weg ins Herz von Yellow Flats gebahnt haben, brechen augenblicklich zusammen.

Als Frank später nach Yellow Flats zurückkehrt, um zu sehen, wie die Sache ausgegangen ist, hat man Karl zum neuen Sheriff ernannt und ist dabei, sämtlichen Leichen inklusive der des Fremden zu verbrennen. Sein unheimliches Pfeifen und seine silbernen Kugeln werden niemanden mehr von den Toten wiederauferstehen lassen…

Fazit

Zwar nicht mein Genre, aber ein sehr unterhaltsames, schon recht altes Szenario aus dem Band Blood Brothers 2. Das Intro mit dem Kino ist nicht unbedingt nötig, teasert aber andere Szenarien aus dem Band an. Es gibt eine große Menge an Charaktere, da die das Szenario sehr schnell sehr tödlich werden kann. Man hätte beispielsweise auch den ersten und den Hilfssheriff von Spielern darstellen lassen können, bis diese eben sterben. Gegen Ende hatten wir ein wildes SC-Hopping, da dauernd irgendjemand aus unterschiedlichsten Gründen vom Fremden, dem Drifter, hingerichtet wurde. Es hat definitiv Spaß gemacht und ist mal was völlig Anderes.

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