Dreaming Doom (Cthulhu)

Der harte Kern eines Comic-Fanclubs sucht seinen verschollenen Lieblingskünstler, Arnie Spiegler. Dessen letzte Warnung in den Wind schlagend findet sich der Club bald in einer mehr als abstrusen Situation vor.

Die Charaktere

Ellery: IT-Spezialist, 42 Jahre alt. Clubvorstand und Besitzer von Spieglers Erstausgabe von „Mutant Machine Man #1“.

Zane: Buchhalter und Club-Sekretär, 28 Jahre. In dieser Runde läuft er als NSC mit.

Tyne: Bedienung in einem Cafe, dauernd übermüdet, 32 Jahre. Versucht, professionelle Comic-Illustratorin zu werden.

Paxton: Desillusionierte, Passagier hassende Busfahrerin, 39 Jahre. Besitzt eine Pistole und denkt, dass sie der bessere Clubvorstand wäre.

Die Geschichte

Das große Event

Es ist ein aufregender Tag! Der harte Kern des Spiegler-Fanclubs – Spiegler ist ein lokaler Comicbuch-Autor, dessen Geschichten sich teilweise an Lovecraft anlehnen – steht ganz vorne in der Schlange und wartet aufgeregt. Heute ist der einzige Tag, an dem sie die neuste Ausgabe von Mutant Machine Man von Spiegler signieren lassen können. Außerdem soll es eine Q&A Runde über sein neustes Werk geben, welches aktuell nur unter dem Working Title „Spieglers Opus“ bekannt ist.

Leider lässt der Zeichner auf sich warten. Nach einer Stunde werden bereits einige Leute nervös, der Ladenbesitzer erreicht Spiegler ebenfalls nicht. Nach fast zwei Stunden des Wartens – es hätte ja ein Werbegag sein können – bietet die Gruppe an, zu Spiegler zu fahren und nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Er wohnt immerhin nicht weit weg. Also geht es mit Paxtons Bus los.

Spieglers Wohnung

Man klopft an und zunächst ist nichts zu hören. Nach erneutem Klopfen hört man jedoch Spiegler aus weiter Ferne rufen: „Verschwindet!“ In der Angst, er könne als Geisel genommen worden sein, öffnet die Gruppe die unverschlossene Tür. In der Wohnung ist es still, kein Anzeichen eines Einbruchs, Kampfes oder von Spiegler selbst. Aber sie haben ihn doch gehört!

In seinem Arbeitszimmer liegt ein großes, dickes Buch, Spieglers Opus. Daneben eine merkwürdige Tafel mit Schriftzeichen, die sie aus seinen Comics kennen. Leider gibt es für diese keine Übersetzung. Ellery und Paxton versuchen, die Tafel zu fotografieren, doch irgendwie verschwimmt der Fokus immer wieder oder die Bilder werden nicht abgespeichert. Neugierig öffnen sie schließlich das Opus.

Alle Farbe weicht aus der Welt. Es ist fast, als stünden sie selbst in einer Comiczeichnung. Die Tafel und das dicke Buch sind verschwunden. Paxton erschreckt sich dermaßen, dass sie neben Ellery in den Boden schießt, welcher daraufhin in Ohnmacht fällt und Tyne rennt wild schreiend durch die Wohnung: „Wir sind ins Buch gesaugt worden!“ Nachdem sich alle halbwegs beruhigt haben, schaut Paxton aus dem Fenster, wo sich auf einmal der Central Park befindet. Doch das, was da auf der Straße herumläuft, sind definitiv keine Menschen…

Monster

Die „Leute“ draußen sehen aus wie grausame Experimente: Körperteile sind verdreht und vertauscht, einige laufen auf ihren Armen, anderen wurde ein Bein auf die Brust genäht, einer hat ein Auge am Hinterkopf und den Mund da, wo das Auge vorher gesessen hat. Diese deformieren Wesen bewegen sich langsam und wirken betrübt. Oben am Himmel drehen sich Wolken spiralförmig und scheinen sich dauernd selbst zu verschlingen. „Sieht aus wie Gedanken“, bemerkt Paxton. Sie ist es auch, die vorschlägt, ein Schloss im Park aufzusuchen. Wo sonst würde sich Spiegler verstecken?

Die Gruppe verkleidet sich mit Decken und Kissen und versucht, sich dem merkwürdigen, unbeholfenen Gang der Monster draußen anzupassen. Leider gelingt Zane das nicht sonderlich gut und die Wesen werden auf ihn aufmerksam. Mit ihren verdrehten Gliedmaßen zeigen sie auf ihn und plötzlich erklingt das Geräusch einer riesigen Schnecke und zwischen den Hochhäusern der Stadt rast eine Art Pylon heran. Dieser ist auch das einzige Ding in dieser Welt, welches Farbe besitzt: Es schillernd ölartig, die Spitze ist leicht transparent.

Während die anderen in Sicherheit springen, wird Zane von einem Strahl getroffen, welcher von dem riesigen Ding ausgeht und ihn bewegungsunfähig macht. Dann tragen die menschenartigen Ungeheuer ihn weg und der Pylon verschwindet wieder in den Häuserschluchten.

Rettungsaktion

Nachdem Paxton Ellerys Führungsqualitäten angezweifelt hat, beschließt der Club, Zane zu retten, auch in der Hoffnung, bei ihm Spiegler zu finden. Man folgt also der Masse bis zum Capital Theater, wo nun leider Paxton von den Ungeheuern entlarvt und in einen Seitenraum gebracht wird. Tyne kann sich unter sie mischen und muss mit Erschrecken feststellen, dass in diesem Raum etliche normale Menschen in Käfigen gehalten werden. Ein Pylonenwesen bedient eine riesige Masche, welche immer einen einzelnen Menschen auf einen Mettaltisch emporhebt und dort auseinanderschneidet und wieder neu zusammensetzt. Schreiend nimmt sie Paxtons Pistole und schießt auf das Wesen, welches sich jedoch unbeeindruckt zeigt und nun Tyne auf den Tisch hebt.

Ellery sieht dies, entdeckt jedoch auch eine Tür hinter dem Tisch und durchquert diese. Er findet sich erneut in Spieglers Arbeitszimmer wieder, dieses Mal liegen auch Comic und Tafel auf dem Tisch. Tyne wird bei vollem Bewusstsein zerschnippelt, lebt aber trotzdem. Paxton schnappt sich ihren Kopf und versucht, zu fliehen, wird jedoch eingefangen. In diesem Moment schließt Ellery die Tür hinter sich und öffnet den Comic.

Und er ist wieder zurück in der normalen Welt. Neben ihm liegt Spiegler, dessen Kopf von innen heraus aufgeplatzt zu sein scheint. Aber das ist egal. Ellery hat sein Opus. Und die ominöse Tafel…

Fazit

Dreaming Doom ist ein von Fans gemachtes Szenario, welches sich in einer guten Stunde spielen lässt. Es ist eine Seite lang, bringt vorgefertigte Charaktere mit und lässt sich zusammen mit etlichen anderen One-Pagern auf der folgenden Website finden: One-Page Szenarios.

Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Das Szenario eignet sich für Einsteiger und erfahrenere Spieler gleichermaßen. Es ist ein simpler Spaß für zwischendurch, wenn man mal nicht so viel Zeit hat.

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