Die Bestie im Moor – Tag 8 (Englisch Eerie)

Die Lage scheint aussichtlos zu sein. Ms. Enfield scheint mehr Kontrolle über die Situation zu haben, als es anfangs den Anschein hatte. Und so gerät Phoebe in eine lebensbedrohliche Lage, in der sie selbst an ihren Überlebenschancen zweifelt.

Der Charakter

Phoebe Asbury: Eine Antiquarin mittleren Alters. Vor einigen Jahren lernte sie Lord Cunningham kennen, einen eigenbrötlerischen Adligen, der sich sehr für alte und okkulte Schriften interessierte. Die beiden haben sich seit einem Jahr nicht mehr gesehen, doch ein Brief drängt sie, ihn in seinem Herrenhaus in Derbyshire aufzusuchen.

Die Geschichte

Derbyshire, der 24.10.1907

In der Nacht und am Morgen ist es frostig kalt. Ich mache mir große Sorgen um Lord Cunningham, der noch immer nicht zurückgekehrt ist. Er könnte da draußen bereits erfroren sein. Dass die Bestie ihn erwischt hat, glaube ich nicht, denn sie hat heute ein anderes Opfer gerissen.

Es ist mir ein Rätsel wie, aber sie muss irgendwie in Mrs. Bristles Schlafkammer gelangt sein. Fenster und Türe standen weit auf, aber weder ich noch Mr. Douglas haben etwas von ihrem Todeskampf mitbekommen. Als sie am Morgen nicht kam, um die Betten zu machen, ging ich sie suchen und entdeckte ihre Überreste auf ihrem Bett. Wie die Kuh zuvor war sie mit einem Kehlenbiss getötet worden, dann hatte die Bestie ihre Organe gefressen. Nur wenig war noch von ihr übrig.

Ich fürchte um mein Leben. Dass die gute Frau hier im Anwesen ermordet wurde, kann nur auf drei Dinge schließen lassen: 1. Mr. Douglas steckt mit ihr unter einer Decke und hat sie hereingelassen und beim Mord geholfen. 2. Ms. Enfield hat die Bestie hereingelassen und beim Mord geholfen. 3. Ms. Enfield IST die Bestie und hat sich ins Haus geschlichen.

Keine dieser Möglichkeiten lässt in mir sonderlich viel Mut aufkommen. Am liebsten würde ich meine Koffer packen und zurück in meine Heimat reisen. Doch solange noch ein Funken Hoffnung besteht, dass Lord Cunningham noch am Leben ist, ist es meine Aufgabe, nach ihm zu suchen.

Fast den ganzen Tag habe ich damit zugebracht. Bin mit dem Jagdmesser bewaffnet den Wald abgelaufen, durchs Moor gestapft. Meine Sachen habe ich alle dabei, inklusive dem okkulten Buch und dem Zeitungsartikel, damit wir fliehen können, sobald ich ihn gefunden habe.

Gegen Abend wollte ich mich dann in die Jagdhütte zurückziehen, als ich etwas im Unterholz hörte. Ich sah nach – und fand ihn! Lord Cunningham, nackt und vollkommen verwirrt. Er brabbelte nur noch vor sich hin und heulte wie ein Wolf. Ich versuchte, ihn wieder zu Sinnen zu bringen, doch sobald ich mich ihm näherte, sprang er auf alle Viere, knurrte mich an wie ein Hund und sprang von mir weg.

Ich versuchte, ihn mit Essen anzulocken, doch darauf ließ er sich nicht ein. Lachend, sabbernd und völlig neben sich rannte er eine Weile in der Gegend umher, während ich ihn jagte, dann verschwand er schließlich in der Dunkelheit. Ich fürchte, er wird die Nacht nicht überleben.

Jetzt sitze ich hier, habe mich in der Hütte eingeschlossen, so gut es geht und warte auf den Morgen. Ich hoffe, die Nacht zu überleben. Meine Hände zittern vor Angst. Dies könnte mein Ende sein. Sollte jemand dieses Tagebuch finden, so wisse: Etwa alle 50 Jahre scheint hier in der Gegend ein Ritual durchgeführt zu werden, bei dem eine Schwangere ihr Kind dem Teufel verschreibt und eine Bestie erscheint und tötet Vieh und Menschen. Bitte macht dem ein Ende.

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