Krötenmutter (Geh nicht in den Winterwald)

Bevor es mit Shadows Over Stillwater weitergeht, gibt es an dieser Stelle eine kleine Abwechslung: Nach langer Zeit haben wir mal wieder Geh nicht in den Winterwald gespielt. Dieses Mal geht es in einen französischen Sumpf.

Die Charaktere

Iness Clement: Ende 30, Ehefrau des Apothekers, kränklich.

Gustav Robert: Anfang 20, junger, tatkräftiger Schmied.

Amelie Morelle: Mitte 30, ausgestoßene Kräuterkundige.

Die Geschichte

In den Sumpf der Krötenmutter

Eine kleine, französische Stadt, irgendwann im Mittelalter. Die Pest wütet, die Menschen schließen sich in ihre Häuser ein, alle leben in Furcht. Die Hoffnung schwindet. Vor zwei Tagen zog Pierre, der Gehilfe von Iness‘ Ehemann, in den Sumpf hinaus, um Hilfe von der dort lebenden Hexe, der Krötenmutter, zu suchen. Doch er kehrte nicht von seiner Mission zurück.

In der Hoffnung, sowohl Pierre als auch ein Heilmittel für die Seuche zu finden, ziehen drei tapfere Bürger hinaus in den nebligen, unheimlichen Sumpf. Der Weg ist beschwerlich, Nebel erschwert die Sicht und unheimliche Geräusche lassen sie immer wieder erschrecken. Dann entdeckt Iness einen Esel, der im Moor feststeckt. Mit gemeinsamer Kraftanstrengung ziehen sie ihn aus seiner brenzlichen Lage und nehmen ihn mit, vielleicht kann er noch von Nutzen sein. Gustav schließt das Tier schnell ins Herz und tauft es Pepe.

Die Leiche

Nach einer Weile kommen sie an eine alte Weide, an der die Leiche einer jungen Frau lehnt. Sie hat sich die Adern aufgeschlitzt und ist verblutet, liegt vielleicht schon mehrere Tage hier. Iness kennt sie, Pierre hat sie immer als seine Schwester bezeichnet, doch Gerüchten zufolge waren die beiden ein Liebespaar. Sie spricht jedoch nicht darüber, immerhin wäre das gottlos. Die Drei beten kurz und beschließen, sie auf dem Rückweg mitzunehmen, damit sie anständig begraben werden kann. In ihrem Haar sitzt eine fette, hässliche Kröte und kaut an ihrem blonden Haar. Sie scheint die Gruppe böse anzublicken und springt dann in den Morast.

Man begibt sich tiefer in den Sumpf hinein, wo immer mehr Kröten sie beobachten und der Nebel sich verdichtet. Gustav wird von den hypnotisch gelben Augen der Kröten abgelenkt und fällt ins Moor. Nur sein Esel ist kräftig genug, ihn wieder hinauszuziehen. Leider verliert er bei dem Sturz eine seiner Äxte.

Der Ritter

In der Ferne brennt ein Feuer, an dem ein alter Ritter sitzt. Die Gruppe wärmt sich an seinem Feuer und man kommt ins Gespräch. Der Mann ist auf einer Suche nach etwas Heiligem, doch er ist schon so lange unterwegs, dass er nicht einmal mehr seinen eigenen Namen kennt. Die Frauen erkennen ihn jedoch als Sir Galahad, einen der berühmten Ritter der Tafelrunde. Sie ermutigen ihn, mitzukommen, denn er will zu einem Grünen See, wo er das Ziel seiner Suche vermutet. Unterwegs werden jedoch er und Gustav erneut von den Kröten ins Moor gelockt und nur unter lautem Rufen und Steinewerfen können sie aus dem Bann befreit und vorm Ertrinken gerettet werden. Die Schmach ist für den Ritter jedoch zu groß und er verschwindet irgendwo im Nebel.

Der Grüne See

Auch ohne die Hilfe des Ritters erreicht die nasse, frierende Gruppe den See, der kränklich grün wabert. Eine Brücke führt hinüber, doch darunter hockt eine riesige, grässliche Kröte, die den Esel in einem Stück verschlingen könnte. Man lenkt sie mit etwas Trockenfleisch ab und rennt so schnell es geht, doch nur Iness schafft es über die Brücke. Die Kröte bemerkt die anderen, springt vor ihnen auf die Brücke und versucht, Amelie, Gustav und den Esel gleichzeitig zu verschlucken.

Da tritt ein Lichtstrahl durch die Wolkendecke und beleuchtet ein goldenes Christenkreuz. Alle drei fangen an zu beten, was die Kröte zurückschrecken lässt. Sie spuckt ihre Beute aus, die daraufhin entkommen kann, doch dann zieht sich die Wolkendecke zu und es beginnt, Frösche und Kröten zu regnen. Gustav wird von der Flut völlig begraben, zusammen mit seinem treuen Esel.

Die Hexe

Die beiden Frauen rennen davon und erreichen schließlich eine schiefe, kleine Hütte, die zwischen zwei ineinander verschlungenen Weiden steht. Davor erwartet sie bereits eine wunderschöne Frau, die Krötenmutter. Sie bietet den beiden Speis, Trank und ein Zimmer für die Nacht an, was sie jedoch dankend ablehnen. Sie möchten lediglich das Gegenmittel für die Pest. Im Gespräch kommt heraus, dass Pierre hier war, dann aber in den Sumpf lief und dort verschollen ist.

Die Hexe fordert einen hohen Preis für das Mittel: Sie möchte Gesellschaft, eine der beiden Frauen muss bei ihr bleiben. Dann bringen ihr die Kröten den bewusstlosen Gustav und sie bietet an, ihn stattdessen zu nehmen. Da jedoch eine Person unversehrt mit dem Heilmittel zurückkehren muss, tauschen die Frauen Amelie und Gustav gegen das Heilmittel und Iness‘ problemlose Rückkehr ein.

Die Krötenmutter offenbart in dieser Nacht ihren beiden neuen Opfern ihre wahre Gestalt, halb Kröte, halb Mensch und in den kommenden Tagen werden etliche neue Kröten im Sumpf geboren.

Fazit

Wir haben etwa 65 Minuten gespielt und die Zeit ging viel zu schnell herum. Ein sehr schönes, böses und leicht unheimliches Szenario für zwischendurch. Geh nicht in den Winterwald ist einfach perfekt, wenn man wenig Zeit hat.

3 Gedanken zu “Krötenmutter (Geh nicht in den Winterwald)

  1. Hey, wenn ich mich richtig an Rezensionen von diesem Spiel erinnere, dann habt ihr die Krötenmutter nach den Regeln zusammen prozedural mittels der Regeln erschaffen?
    Weil ich da gerne ein S&WC/OSRIC-Monster draus machen würde (*Räusper*), aber bräuchte ich da ja eure Zustimmung (Mit Namensnennung, Verlinkung oder was ihr wollt). 🙂

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    1. Hi. Bei Geh nicht in den Winterwald gibt es nicht wirklich Regeln, was die Erschaffung von Monstern oder so angeht. Bei dem System würfeln lediglich die Spieler und bei einem Fail werden die nächsten Proben einfach nur schwieriger. Was die Monster angeht, die sind vom Spiel vorgegeben, auch grob, was sie können. Wenn du also irgendetwas aus dem Spiel übernehmen willst, müsstest du dich an den Verlag wenden, wir haben mit den Rechten nichts zu tun.

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      1. Ah, danke. Schade, die Arbeit mach ich mir dann doch nicht. 🙂 Wäre ein gutes Halloweenmonster gewesen. Ich behalte das mal im Hinterkopf und setze das vielleicht später ohne Seriennummern so ähnlich um… Echsenonkel? 😉

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