Der verlorene Fluss – Tag 2 (English Eerie)

Nachdem es ein paar kleine Probleme gab, ist der erste Tag vergangen und die Reisegruppe konnte sich ausruhen. Der nächste Tag beginnt jedoch unter keinem guten Stern…

Der Charakter

Elisabeth Fox: Eine junge Abenteurerin und Forscherin, die gerne mit ein paar Freunden die Natur erkundet. Umso mehr freut sie sich, endlich wieder mit ihrer besten Freundin Mary und ihrem langjährigen Nachbarn Geoffrey auf Entdeckungsreise zu gehen. Mary hat außerdem eine neue Bekannte mitgebracht, Ivy.

Die Geschichte

9.8.1921

Liebes Tagebuch,

es ist ganz schrecklich! Geoffrey ist in der Nacht verschwunden! Er muss hinausgeschlichen sein, hat seine Ausrüstung genommen und ist gegangen. Als er heute Morgen nicht auf Marys Weckrufe reagiert hat, bin ich nachsehen gegangen und er war nicht in seinem Zelt. Seine Sachen waren alle noch da, nur er war weg, der Schlafsack schon lange kalt. Keine Nachricht, nichts. Wir haben am Flussufer ein paar Spuren gefunden, aber sonst nichts. Wir wissen nicht, in welche Richtung er gegangen ist.

Mary hat an den Booten weitergearbeitet, während Ivy das Flussufer abgelaufen ist und ich bin durch in diesen unheimlichen Nebelwald gegangen. Es war richtig gruselig! Kein Tier war zu hören, aber ich habe mich die ganze Zeit beobachtet gefühlt. Geoffrey hat nicht auf mein Rufen geantwortet, ich habe auch keine Spuren gefunden und jede Minute da draußen fühlte sich immer bedrückender an. Ich weiß nicht, wie lange ich weg war, aber ich denke nicht, dass ich es lange ausgehalten habe.

Als ich zurück ins Lager gekommen bin, musste ich erst einmal weinen. Nach gestern fürchte ich, dass Geoffrey sich etwas angetan haben könnte. So sehr, wie ihn der Krieg plagt, hat er womöglich beschlossen, dem ein Ende zu machen. Dieses Mal musste ich getröstet werden und so wütend ich gestern noch über sie war, so war ich doch sehr froh, dass Mary hier ist. Sie hat mir Mut zugesprochen, dass Geoffrey schon wiederkommen wird.

Eine Hoffnung, die kurz darauf so hart zerbrochen wurde, dass es mich noch viele Jahre erschüttern wird. Ivy hat ihn als erstes gesehen. Er trieb im Fluss, Gesicht nach unten. Mary hat seine Leiche an Land gebracht und versucht, ihn wiederzubeleben. Aber es war zu spät. Schon lange.

Er hat sich wirklich umgebracht. Flussaufwärts, sodass wir ihn sicher finden und begraben können. Er war so kalt und irgendetwas in seinem Gesicht schien mir so, als wäre er in Panik und Angst gestorben. Hatte er wieder eine Vision vom Krieg? Oder war es einfach die Angst, die man beim Ertrinken bekommt, wenn man keine Luft mehr bekommt, wenn man

Kann man überhaupt willentlich ertrinken? Ich meine, versucht man nicht aus Reflex, an die Oberfläche zu schwimmen oder sich umzudrehen, um an Luft zu kommen? Er hatte nichts, was seinen Körper hätte beschweren können. Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll. Ob er in seiner Panik die Orientierung verloren hat oder ob er womöglich umgebracht wurde. Nein, das sind Gedanken, die ich nicht zulassen sollte. Wahrscheinlich war es ein Unfall aufgrund seines labilen Geisteszustandes. Kein Mord oder Selbstmord.

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