Vom Winde verwest – Teil 2 (Cthulhu)

Jemand trachtet Johnny nach dem Leben und die Spur führt die kleine Schauspielertruppe nach Nevada – in ein verschlafenes Nest, in dessen Nähe vor vielen Jahren ein Komet heruntergekommen ist. Könnte dieser etwas mit Johnnys mysteriösen Knochenzeichnungen zu tun haben?

Die Charaktere

Butch Smith: Nicht unbedingt der Hellste, dafür aber unheimlich stark und friedvoll. Butch ist ein loyaler Freund. Er wohnt noch bei seiner Mutter.

Elvis Nash: Der gutaussehende Mann hat sich von seinem Erbe einen schicken Sportwagen zugelegt, mit dem er die Mädels gerne herumkutschiert.

Johnny Dark: Der junge Bad Boy tritt gerne rebellisch auf. Seinen Kummer ertränkt er gerne in Alkohol, weshalb ihn sein Gedächtnis manchmal im Stich lässt.

Sandy Green: Jung, blond und süß. Sie hat die Schule geschmissen, ist nicht gerade die Hellste und hofft, aufgrund ihrer Jugend und Schönheit mal groß rauszukommen im Filmgeschäft.

Candy Black: Schon über 30, verrät sie niemandem ihr wahres Alter. Sandy ist ihr ein Dorn im Auge und sie hofft, vor dem jungen, dummen Ding den Durchbruch zu schaffen.

Die Geschichte

Auf nach Vengeance

Nachdem sie ihre Aussagen gemacht haben, beschließen die Freunde, der Sache nachzugehen und nach Nevada zu fahren. Elvis bietet selbstverständlich den beiden Damen wieder einmal an, bei ihm mitzufahren, doch Sandy stellt ein paar zu viele Anforderungen an ihn – sie will zu genau dieser Uhrzeit abgeholt werden und dann muss er sie noch hierhin und dorthin fahren. Candy dagegen freut sich einfach, dass sie mitfahren darf, daher beschließt Elvis, nur mit ihr zu fahren. Sandy wird daher am nächsten Morgen nicht von dem schicken Cabrio abgeholt, sondern von einem einfachen Wagen. Sie kann gar nicht verstehen, warum…

Unterwegs fährt die Gruppe an Floyds Detektivbüro vorbei. Es ist verdreckt und sieht nicht so aus, als habe der Mann viel Arbeit gehabt. Zudem war die Polizei längst dort, sodass sich nichts von Interesse finden lässt. Also geht es weiter in das Dörfchen Mercury. In der Nähe gibt es eine Militärbasis, sodass sie hier viele Soldaten treffen. Von diesen erfahren sie, dass vor 6 Jahren ein Komet in der Gegend abgestürzt ist und sich ein kurzer UFO-Hype entwickelt hat, der über die letzten Jahre allerdings abgeflaut ist. Die Militärbasis aus dieser Zeit ist noch immer da, allerdings scheint es keine nennenswerten Vorfälle zu geben.

In Vengeance – so werden sie gewarnt – sollten sie nur mit Bürgermeister Selma sprechen, alle anderen Bewohner des Kaffs seien seltsam.

Willkommen in Vengeance

Vengeance entpuppt sich tatsächlich als winziges Kaff, das jedoch ein Autokino und ein modernes Diner besitzt. Im Autokino kam zuletzt „Vom Winde verwest“, was die Gruppe beflügelt, da man sich einmal wieder für echte Stars hält. Schließlich hält man an „Selmas Diner“, wo sie direkt von Selma, einem gepflegten, freundlichen Afro-Amerikaner empfangen werden.

Man bestellt sich Essen und plaudert ein wenig mit dem Mann, der Johnny bzw. dessen möglichen Vater Alberto zu kennen scheint. Bevor er jedoch mehr erzählen kann, muss er das Essen zubereiten und verschwindet. Während sie warten hören die Gäste ein leises Geräusch, das an Schnarchen erinnert und das aus Richtung der Küche kommt.

Dann tritt ein alter Mann ein, der beim Anblick der Gruppe ängstlich aufschreit: „Wir müssen die Zäune höher machen! Die Toten stehen auf!“ Die Gruppe lacht, scheinbar erkennt er sie aus dem Autokino, wo sie Zombies gespielt haben.

Selma springt noch mehrmals zwischen Hauptraum und Küche hin und her, ehe er der Gruppe erzählt, was er weiß: Alberto und sein Gehilfe Mennings leben etwas abseits von Vengeance und kamen hierher, kurz bevor der Meteorit abstürzte. Die beiden haben immer für sich gelebt und kamen nur selten ins Dorf, um sich Essen zu holen. Mennings sei ein merkwürdiger, unheimlicher Geselle, der einer jungen Frau den Hof gemacht hat. Als sie ihn jedoch mehrfach abwies, verschwand sie irgendwann bei Nacht und Nebel.

Ermittlungen

Alberto selbst starb vor zwei Jahren, zur selben Zeit, als eine mysteriöse Sterbewelle den Ort heimsuchte. Irgendein wildes Tier hat Personen und Vieh angefallen. Und dann kamen noch die illegalen Autorennen, die die Jugend praktiziert und bei denen auch schon der ein oder andere ums Leben gekommen ist.

Schließlich kommt auch der Sheriff zum Mittagessen. Er ist der Gruppe gegenüber misstrauisch und lässt seinen Gehilfen da, um sie zu befragen. Von dem geistig etwas beschränkten jungen Mann erfahren sie, dass Floyd Gumble tatsächlich vor längerer Zeit hier war und Mennings besucht hat. Möglicherweise steckt also Mennings hinter den Mordanschlägen auf Johnny.

Nach diesem kurzen Zwischenfall besuchen die Freunde das Museum, wo sie sich ein Stück des Meteoriten ansehen können. In einem plötzlichen Anfall von Intelligenz bemerkt Sandy, dass dieser innen hohl gewesen sein muss. Der Hohlraum war eine Kugel von etwa 5 Metern Durchmesser. Es hat sich also etwas darin befunden.

Mennings

Da es in Vengeance nichts mehr zu sehen oder hören gibt, fährt man schließlich zu Mennings, wo man zunächst auf seine halbtote, uralte Katze trifft. Der Mann selbst ist äußerst überrascht, er scheint aber mehr über die seltsamen Zeichen auf Johnnys Knochen zu wissen und bittet ihn, unter vier Augen miteinander sprechen zu dürfen. Die anderen warten in der Küche, während Mennings so mit Johnny spricht, als seien sie lange miteinander vertraut. Er bittet den Schauspieler, die anderen fortzuschicken und ihm ins Labor zu folgen. Johnny stimmt dem zu, fordert dann aber vor den anderen, dass Mennings sie gemeinsam ins Labor bringt.

Mennings fühlt sich verraten und greift an, es kommt zu einer kurzen Schießerei und Messerstecherei, die der Wissenschaftler nicht überlebt. Unter einem Teppich finden sie eine Geheimtür in das dunkle Labor, das voller medizinischer Apparaturen steckt. Und auf einem Operationstisch liegt eine Leiche.

Der Schrecken des Laboratoriums

Nun, eine Leiche ist es nicht ganz. Es ist eher ein Haufen Knochen, die ebenfalls mit seltsamen Symbolen verziert sind. Das Fleisch wächst allmählich nach. Neben der Leiche liegt ein französisches Buch, das Johnny merkwürdigerweise jedoch versteht, obwohl er nie Französisch gelernt hat. Im Buch wird ein Zauber beschrieben, mit dem man mithilfe okkulter Symbole den Körper eines Verstorbenen erneuern und seine Seele zurückrufen kann. Ihm wird langsam klar, dass er anscheinend Mennings ehemaliger Kollege Alberto Houngen ist, der auf diese Weise ins Leben zurückgeholt wurde. Und das auf dem Tisch ist wohl Linda, Mennings große Liebe, die seine Gefühle nie erwiderte.

Elvis hat eine ähnliche Ahnung, seine Folgerung daraus ist jedoch: Wer weiß, ob Johnny noch Johnny ist und was er mit der Gruppe anstellen könnte. Während die anderen damit beschäftigt sind, die Leiche zu mustern oder sich eine weitere Tür anzuschauen, hinter der die Hilferufe einer Frau zu hören sind, fliehen er und Candy aus dem Keller.

Butch und Sandy wollen der eingesperrten Frau zunächst helfen und öffnen die Tür. Dahinter befindet sich eine kleine Kammer mit einer dicken Bodenluke, die mit Ketten und okkulten Symbolen versehen ist. Johnny hat in dem Buch auch etwas über den Shoggoten gelesen, der für das Ritual benötigt wird und ahnt, dass die „Frau“ unter der Luke kein Mensch ist, daher hält er die anderen davon ab, sie zu befreien. Er nimmt die Leiche auf dem Tisch und wirft sie in ein Säurebad, damit sie nicht wieder auferstehen kann. Da er aber leben will und dafür der Shoggote am Leben bleiben muss, erklärt er den anderen, dass sie den Ort verschließen und mit niemandem darüber sprechen werden.

Flucht

Candy und Elvis fliehen in seinem Wagen zurück nach Vengeance. Unterwegs weichen sie einem übel zugerichteten jungen Mann aus, der bereits ziemlich verfault aussieht. Es scheint, die Toten stünden wirklich wieder auf! Sie umfahren ihn, rasen durch das Örtchen und machen erst in Mercury wieder Halt. Dort ruft Elvis die Polizei an, um von einem Kult und grausamen Menschenexperimenten zu berichten. Da er Elvis nicht traut, fahren er und Candy an die Ostküste, ohne irgendjemandem etwas zu sagen. Sie wollen nicht gefunden werden, da sie um ihr Leben fürchten.

Butch, Johnny und Sandy bemerken unterdessen, dass ihre beiden Freunde verschwunden sind. Johnny beschleicht eine böse Ahnung und eilt nach oben, wo sie von der Katze angegriffen werden. Butch klatscht sie gegen die Wand, doch die zermatschten Überreste beginnen rasch, sich wieder zu bewegen. In ihrem Auto rasen sie fort, überfahren den Zombie, der auch auf sie zuwankt und suchen kurz in Vengeance nach Elvis‘ Auto. Als es nicht dort ist, fahren sie weiter nach Mercury, wo sie erfahren, dass die beiden kürzlich dort waren und telefoniert haben.

Johnny schreibt etwas auf einen Zettel und bittet einen der Soldaten, es seinem Vorgesetzten zu übergeben. Der Zettel enthält die Informationen zum Aufenthaltsort des Shoggoten. Er hofft, dass das Militär diesen einfach nur für Experimente am Leben erhalten wird und sein eigenes Überleben damit gesichert ist.

Nach ihrer Rückkehr beginnt er, ein Drehbuch über die Erlebnisse der letzten Tage zu schreiben. Doch bald muss er in der Zeitung von einer Atomexplosion in der Wüste Nevadas lesen und beginnt bald darauf, zu verfallen. Die Polizei findet nur noch stinkenden Schleim und ein halbfertiges Manuskript, das sich vielleicht irgendwann seinen Weg auf die Bühne bahnt…

Fazit

Dieser Teil der Geschichte war deutlich interessanter und ging schneller vorbei als der Anfang. In dem Dörfchen gab es einige Verdachtsmomente – wen versteckt Selma im Hinterraum, was hat es mit den lebenden Toten auf sich und welche Bestie hat den Friedhof verwüstet? Alles Dinge, die wir noch hätten untersuchen können, aber wir haben uns auf die Hauptgeschichte versteift. Doch selbst damit kamen viele spannende Dinge auf, die am Ende zum Misstrauen der Gruppe untereinander geführt haben. Am besten war schließlich Johnnys Ende, als er versucht hat, seine Geschichte noch niederzuschreiben.

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